
Als Chiptuning bezeichnet man die Leistungssteigerung von Kfz-Motoren durch Austausch der Motorsteuerung, die auf einem in der Regel wiederbeschreibbaren Chip als Datensatz im Motorsteuergerät abgelegt ist. Es handelt sich hier um ein dreidimensionales Kennfeld. Beim Chiptuning werden alle relevanten Daten, die für die Steuerung und Regelung des Motors zuständig sind, optimiert. Hier sind beispielsweise Ladedruck des Turboladers, Einspritzzeitpunkt, Einspritzmenge, Temperaturzustand von Motor und Umgebung und alle
weiteren Steuerungs- und Regelungsmechanismen eines modernen Motors zu nennen. Das gesamte Motormanagement jedes modernen Fahrzeugs wird per Software gesteuert. Beim Chiptuning wird diese Software optimiert, somit wird auf unkompliziertem Wege in kurzer Zeit mehr Leistung umgesetzt.
Bei der Konstruktion eines Motors und der dazugehörigen Abstimmung des Steuergerätes muss der Hersteller viele Details beachten. Für den Weltmarkt müssen verschiedene Versicherungsklassen, unterschiedliche Spritqualitäten sowie auch Unterschiede in der Fahrzeugwartung beachtet werden. Die Abstimmung muss somit sehr grob vorgenommen werden. Ebenfalls muss besonders oft im konzerneigenen Angebot Rücksicht auf andere Fahrzeugklassen genommen werden - Motoren werden daher über die Software gedrosselt, um den Preisabstand zur nächst höheren Fahrzeugklasse glaubhaft zu machen. |